Eine Bühne für „Ab Hof“ in Stadt und Bezirk Krems. Bäuerinnen gründen Plattform für umfassende Info über regionalen Einkauf.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 15. Januar 2021 (05:40)
Bezirksbäuerin Regina Kaltenbrunner mit Nicole Steinmaßl aus Theiß, deren Hofladen auf der neuen Plattform mit dabei sein wird.
Martin Kalchhauser

„Ab Hof im Bezirk Krems“ – unter diesem Titel stellt der Verein „Die Bäuerinnen im Bezirk Krems“ auf seiner Homepage schon ab Ende Jänner all jene bäuerlichen Betriebe vor, die einen Ab-Hof-Verkauf anbieten. Diese Direktvermarkter werden dann zusätzlich auch über Facebook und Instagram beworben.

„Mit der Aktion wollen wir den Konsumenten die Vielzahl an hochwertigen Produkten präsentieren, die bei uns von Bäuerinnen und Bauern mit Herzblut und Leidenschaft erzeugt werden“, erklärt Initiatorin Regina Kaltenbrunner. „Sie stehen mit ihrem Namen für ihre Erzeugnisse – im Gegensatz zu anonymen Massenprodukten.“

„Win-Win-Situation für Produzenten & Kunden“

Durch den direkten Einkauf bäuerlicher Produkte könnten die Bauern ihre Produktpalette auch an die Kundenwünsche anpassen, erklärt die Bezirksbäuerin. „Rückmeldungen werden berücksichtigt, und die Konsumenten erfahren beim Einkauf viel über die Herstellung und Zusammensetzung der Lebensmittel sowie die Produktionsweisen der Landwirtschaft.“

Wie Kaltenbrunner betont, sichert die Direktvermarktung zahlreiche Arbeitsplätze auf Bauernhöfen und fördert indirekt auch eine attraktive Freizeit- und Tourismuslandschaft. „Dies ist eine Win-Win-Situation für Konsumenten und Landwirte, da die Eigenversorgung mit hochwertigen Lebensmitteln gesichert bleibt.“ Wie wichtig diese sei, hätten die letzten Monate im Zuge der Corona-Pandemie vor Augen geführt.

Ein Beispiel für einen bodenständigen Betrieb, der künftig in der Vielfalt der heimischen Erzeuger aufscheinen wird, ist der Hofladen Steinmaßl in der Donaugasse in Theiß, nach Eigendefinition ein „bodenständiger Kleinbetrieb mit Herz & Seele“. Von Eiern über Gemüse bis hin zu selbst gemachtem Sirup und Eingemachtem findet man regionale und saisonale Produkte.

Steinmaßl wagte den Schritt während des ersten Lockdowns 2020. „Da wurde die Wichtigkeit von Nahversorgern in ein neues Licht gerückt“, findet auch sie. Schon als Kind arbeitete sie in den Gärten mit. Besonderes Augenmerk legt man auf das Wohl der wachsenden Hühnerschar. Gemüse-, Marillen- und Apfelgarten werden mit aus Brennnessel oder Ackerschachtelhalm selbst hergestellten natürlichen Mitteln gedüngt.