Kremser Endlos-Baustelle vor der Fertigstellung. Ende der Arbeiten am Fux-Haus in der Oberen Landstraße ist für Mitte Juli geplant. Dann soll auch ein Gastronom einziehen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 20. Juni 2019 (06:10)
Johann Lechner
Thomas Fürstl freut sich, wenn das Fux-Haus in der Oberen Landstraße nach über drei Jahren Bauzeit endlich fertig ist. Im Erdgeschoß soll noch im Juli ein Café-Restaurant mit einer Weinbar eröffnet werden.

2015 kaufte Thomas Fürstl das Fux-Haus in der Oberen Landstraße 9. Die Sanierung des historischen Gebäudes entpuppte sich für den Immobilienentwickler als eine Herkulesaufgabe. Drei Jahre lang war die Baustelle der optische Schandfleck der Innenstadt, jetzt soll es nicht mehr lange dauern, bis die Wandlung vom hässlichen Entlein zu einem Aushängeschild der Landstraße vollzogen ist.

Das Haus wird auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Im Erdgeschoß zieht ein Gastronomiebetrieb ein, für den aber noch ein Betreiber und ein Schwerpunkt gesucht werden. Fürstl würde sich ein „innovatives Konzept“ für das Lokal, das gerade verputzt wird, wünschen. „Das wäre eine Chance, Krems weiter interessant zu machen.“

Die Eröffnung ist für Mitte Juli geplant. Im ersten Stock zieht Fürstl selbst mit seiner Immobilienfirma donauimmo ein. Ein weiterer Raum wird für Vorträge und Feierlichkeiten vermietet und in einem kleinen Büro entsteht ein Co-Working-Space.

Plastische Chirurgie und 130 m² große Wohnung

Bereits fertig ist die Ordination von Daniela Rieder, einer Fachärztin für Plastische Chirurgie. Noch zu verkaufen ist eine 130 Quadratmeter große Wohnung im Obergeschoß. Insgesamt stehen im Fux-Haus „600 bis 700 Quadratmeter Nutzfläche“ zur Verfügung, wie Fürstl schildert. „Mitte bis Ende Juli“ sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Warum die lange Bauzeit? „Das Haus stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert und ist denkmalgeschützt. Es war sogar einsturzgefährdet. Alle Arbeiten mussten per Hand durchgeführt werden, es ist nicht einmal eine Scheibtruhe dagestanden“, erzählt Fürstl. Erschwert habe ihm die Planung vor allem, dass das Gebäude „keinen gescheiten Zugang“ gehabt habe. „Im Gegensatz zu den anderen Häusern in der Landstraße war es ursprünglich Richtung Hafnerplatz offen.“

Dass es so lange dauern würde, damit habe er nicht gerechnet, gibt Fürstl zu. „Es hat mich fast alle Nerven gekostet.“ Investiert habe er insgesamt 2,5 Millionen Euro. Ein Preis, der es dem Immobilienprofi wert war: „Ich habe alte Häuser gern und dieses Projekt hat mich besonders gereizt. Schon alleine, um meinen Teil zum Stadtbild zu leisten.“