Weißenkirchner Poly-Schüler (14) baut 3D-Drucker. Besonders talentierter Schüler leistet wichtigen Beitrag bei Ausbau des technischen Vorsprungs der Polytechnischen Schule Krems. Geräte erzeugen Bauteile für neue Exemplare.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Juni 2019 (06:07)
Direktor Martin Müllner (links) mit dem besonders talentierten Polytechnikum-Schüler Patrick Graf (14).Kalchhauser
Martin Kalchhauser

Es ist ein toller Erfolg für die Polytechnische Schule, vor allem aber für Patrick Graf (14) aus Weißenkirchen: Gemeinsam mit Direktor Martin Müllner, der unter anderem im Bereich neuer Technologien voll auf Innovation setzt, ist es ihm gelungen, ein Programm zu schreiben, mit dessen Hilfe ein 3D-Drucker Bauteile für weitere solche Geräte erzeugt.

Engagement geht weit über Unterricht hinaus

„Patrick hat schon viel Talent im Bereich der Elektrotechnik bewiesen“, streut Müllner seinem Schüler Rosen. „Er engagiert sich weit über den Schulstoff hinaus.“ Mit dem Bau des Prototypen eines 3D-Druckers, der sich gewissermaßen selbst „klont“ (reproduziert), ist aber ein ganz besonderer Wurf gelungen. Graf hat viel (Frei-)Zeit in die Eigenentwicklung in der Schule investiert.

Dank der Hard- und Software im Bereich der Mikrokontrollelektronik steht die Errungenschaft des Weißenkirchners auch künftigen Schülern zur Verfügung. „Der Großteil der Drucker besteht aus Kunststoff statt Metall, sodass wir in der Lage sind, mit dem 3D-Drucker wieder Teile für einen neuen herzustellen.

Große Pläne hat Graf für seine weitere Ausbildung. Nachdem er wegen seines großen Talents seine Lehrstelle aus mehreren Angeboten wählen konnte, wird er im Herbst die Ausbildung zum Anlagen- und Betriebstechniker in der voestalpine Krems starten. „In welche Richtung es gehen soll, war mir schon in meiner früheren Schule, der NMS Spitz, immer klar“, freut er sich auf neue Herausforderungen.

Müllner: „Patrick wird seinen Weg machen, da bin ich sicher. Er ist für mich ein besonders gutes Beispiel für Erfolg durch Wissen, und ich bin überzeugt, dass er seinen Weg fortsetzen wird.“

Lob für die Schule hat auch Mutter Sonja Graf bereit: „Mein Sohn ist hier von einem Schüler zu einem jungen Mann gereift, und er freut sich jeden Tag auf das, was er machen darf.“