Insolvente Bäckerei Schmidl wird fortgeführt. Das Landesgericht Krems hat am Mittwoch in der Prüfungstagsatzung den Fortbetrieb der insolventen "Wachauer Laberl"-Bäckerei Schmidl GmbH aus Dürnstein bewilligt.

Von NÖN-Redaktion, APA. Erstellt am 02. Juli 2014 (14:48)
NOEN, Erwin Wodicka
Exakt 2,757 Mio. Euro von den insgesamt angemeldeten 4,1 Mio. Euro Forderungen wurden anerkannt, berichtete Brigitte Dostal vom KSV1870.

Die Auftragslage des Unternehmens bezeichnete Dostal als "sehr gut". Eine Fremdfinanzierung im Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung werde nicht benötigt. Inklusive der Mitarbeiter sind nach Angaben vom KSV1870 von der Insolvenz 192 Gläubiger betroffen.

Zu intensive Expansionspolitik als Insolvenzursache

Bezüglich der dazugehörigen Schmidl Backwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. wurde schon bei Bekanntwerden der Insolvenz Ende Mai eine Fortführung des Betriebs nicht angestrebt. Das Unternehmen wurde mittlerweile geschlossen.

Damals lagen die Passiva der beiden Unternehmen des überregional bekannten "Wachauer Laberl"-Herstellers Kreditschützern zufolge bei 3,29 Mio. Euro und standen Aktiva in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro gegenüber. Als Insolvenzursachen wurden eine zu intensive Expansionspolitik und Managementfehler des ehemaligen Geschäftsführers genannt. Die Sanierungsplantagsatzung findet am 13. August statt.