Lorenz Büffel: Ein Kremser erobert die Mallorca-Bühnen. Der in Krems aufgewachsene Stefan Scheichel sorgt als Lorenz Büffel am Ballermann für Furore. Der NÖN gab der Schlager-Sänger einen Einblick in sein Leben.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 28. November 2017 (05:51)
Stefan Scheichel alias Lorenz Büffel. Foto: Summerfield Booking
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Lorenz Büffel – Der Schlagerstar mit dem klingenden Künstlernamen ist aktuell einer der angesagtesten österreichischen Künstler. Was viele bisher nicht wussten: Der 38-Jährige ist in Krems geboren und aufgewachsen. Der NÖN erzählte der heute in Köln lebende Stefan Scheichel seinen ungewöhnlichen Werdegang, der ihn aus dem Senegal bis an die Spitze des Deutschland-dominierten Mallorca führte, was er an seiner Heimatstadt vermisst und was sich nach seinem Mega-Hit „Johnny Däpp“ in seinem Leben verändert hat.

NÖN: Herr Scheichel, wie werden Sie am liebsten angesprochen?

Lorenz Büffel: Lorenz oder einfach als Büffel (lacht). Keiner meiner Freunde sagt mehr Stefan zu mir.

Los ging eigentlich alles in der Hauptschule Mitterweg

Apropos Freunde: Haben Sie noch Freunde aus Krems?

Leider nicht. Es ist für mich generell schwierig, Kontakte aufrechtzuerhalten. Das bringt es nun einmal mit sich, wenn man seit 2002 alles der Arbeit unterordnet. Der Weg ist umfangreich, aber wenn du den Wahnsinn lange genug durchhältst, zahlt es sich wirklich aus.

Wie schafften Sie es, als Kremser zu einem der angesagtesten Künstler auf der von deutschen Sängern so dominierten Insel Mallorca zu werden?

Los ging eigentlich alles in der Hauptschule Mitterweg. Ich war dort wahrscheinlich einer der schlechtesten Schüler aller Zeiten (lacht). Danach habe ich in Wien bei den ÖBB eine Lehre zum Maschinenbauer, Dreher und Schlosser begonnen, die ich zu meiner Verwunderung auch abgeschlossen habe (lacht). Ich habe aber gleich gewusst, dass ich das eigentlich nicht machen will, und habe eine Woche nach meiner Abschlussprüfung gekündigt. Danach bin ich dann in den Senegal gegangen, wo ich als Animateur in einem deutschsprachigen Hotel gearbeitet habe. Vier Jahre später war ich dann in der Comedy Academy in Köln, wo ich das Angebot bekam, auf Mallorca als Entertainer und Leute-Einheizer zu arbeiten.

Den guten G‘spritzten vermisse am meisten

Was folgte, waren harte Jahre am Ballermann, in denen Sie immer wieder selber Songs herausbrachten. Der absolute Durchbruch kam erst 2016 mit dem Party-Hit „Johnny Däpp“, der Sie nicht nur in den Schlagercharts in Deutschland und Österreich weit nach oben beförderte. Was hat sich seitdem für Sie verändert?

Einfach alles. Außerhalb der Mallorca-Saison (November bis März, Anm. der Redaktion) lege ich an den Wochenenden teilweise 4.000 Kilometer zu meinen Auftritten in Deutschland, Österreich, Holland und jetzt auch Frankreich zurück. Alleine heuer habe ich schon mehr als 140 Flüge hinter mir. Im Februar bin ich bei einer TV-Show dabei, die die größten Party-Hits des Jahrhunderts kürt. Ein absoluter Wahnsinn ist auch, dass ich von Johnny Depp (US-Schauspieler, der mittlerweile eine Band hat, Anm. der Redaktion) eingeladen wurde, mein „Johnny Däpp“ auf seinem Konzert in Mönchengladbach zu performen.

Bleibt bei all den Auftritten noch Zeit für Besuche in Krems, wo Ihre Eltern ja nach wie vor leben?

Es ist natürlich schwer, Zeit zu finden. Um die Weihnachtsfeiertage herum ist es zum Beispiel unmöglich. Einmal pro Jahr schaffe ich es im Regelfall aber schon. Da versuche ich, so viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen wie möglich. Ich liebe aber auch die Wachau mit all ihren Weinfesten. Den guten G‘spritzten vermisse ich neben dem Estragon-Senf in Deutschland am meisten.

Wann kommen Sie zu einem Auftritt in Ihre Heimatstadt?

Ich bin leider auch 2018 schon komplett ausgebucht. Wenn ich aber einmal in der Nähe bin, ginge sich vielleicht etwas aus. Dann könnte ich wenigstens einmal zu Hause schlafen (lacht).

Abschlussfrage: Warum der Name Lorenz Büffel?

Weil er einfach einen großen Wiedererkennungswert hat.