33 Millionen für Kremser Spital. Land finanziert umfassende Sanierung. Erneuert wird unter anderem der zentrale Operationssaal und die Infrastruktur für eine neue Herzkatheter-Anlage wird errichtet.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 28. Januar 2021 (05:27)
Bis 2026 sollen die Sanierungsmaßnahmen im Universitätsklinikum Krems abgeschlossen sein.
Johann Lechner

Die umfassende Sanierung des Kremser Krankenhauses ist beschlossene Sache. Der Landtag genehmigte in seiner Sitzung vom 21. Jänner die Investitionen in Höhe von 33,2 Millionen Euro einstimmig.

Die Erneuerungen der 40 bis 50 Jahre alten Infrastruktur des Universitätsklinikums sind nötig, um die Zeit bis zu einem Neubau zu überbrücken, der laut Umlaufbeschluss des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NOEGUS) „in den nächsten 15 - 20 Jahren (stufenweise) in Betrieb“ gehen soll.

Neubau ist schon seit zehn Jahren ein Thema

Von einer Erweiterung des Spitals war schon 2011 unter Bürgermeisterin Inge Rinke die Rede (ÖVP). Sie rechnete damals damit, dass das Projekt auf dem Areal der ehemaligen Hauptschule Mitterweg, wo sich heute ein Parkplatz befindet, 2014 angegangen wird. Im Gespräch war ein vierstufiger Neubau.

Die medizinische Versorgung in der Stadt Krems sieht Bürgermeister und Arzt Reinhard Resch aber auch noch ohne die erweiterten Kapazitäten auf einem sehr hohen Level. „Die Abteilungen haben klare Schwerpunktsetzungen.“ Als positive Beispiele führt der Stadtchef unter anderem die Onkologie und Kardiologie an.

Josef Edlinger (ÖVP) genehmigte die Investitionen mit seinen Kollegen im Landtag.
MK

Genau den richtigen Zeitpunkt für die Sanierung gekommen sieht Landtagsabgeordneter Josef Edlinger (ÖVP) aus Felling. „Das Gesundheitswesen in Niederösterreich ist hervorragend. Wir müssen aber auch weiter investieren, damit wir diesen Vorsprung nicht verlieren.“

Gerüstet für Zusammenarbeit mit Unis und FH

Mit den Landes-Millionen verbessern sich neben umfassenden Maßnahmen an der Gebäudeinfrastruktur und für den Brandschutz auch die medizinischen Gegebenheiten. Der zentrale Operationssaal wird saniert und die bauliche und technische Infrastruktur für die neue Herzkatheter-Anlage errichtet.

Maßnahmen, die Edlinger auch als wichtige Voraussetzung in der Zusammenarbeit mit der Karl Landsteiner Universität, der MedUni Wien und der IMC FH Krems sieht. Am Standort Krems werde schließlich auch „ein wesentlicher Beitrag für die Ausbildung “ und somit für die künftige medizinische Versorgung im Land geleistet.

Der Abschluss des Projekts ist für 2026 geplant.