Stift Göttweig wird neuer Schulstandort. Kooperation fixiert: Volksschüler der International School Krems können künftig im Benediktinerstift ihre Ausbildung fortsetzen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:59)
Das Stift Göttweig und die ISK Krems kooperieren. Im Herbst startet die „ISK Junior High School at Göttweig“. Im Bild: Stiftskämmerer Pater Maurus Kocher, die pädagogische Geschäftsführerin Bianca Brantner und Joachim Zimmel vom Verein ISK sowie Abt Columban Luser (von links).
Stift Göttweig/Eveline Gruber-Jansen

Das Benediktinerstift Göttweig beendet die „Herbergsuche“ der International School Krems (ISK), die mehrere Jahre auf der Suche nach einem Standort für eine Fortsetzung der Volksschule war. Die Junior High School hat ihren Platz gefunden ( wir hatten berichtet ).

Das Benediktinerstift Göttweig und die katholische Privatschule International School Krems starten im Herbst mit der „Junior High School at Göttweig“. Die großzügigen Räume und Grünanlagen bieten beste Bedingungen zur Umsetzung des Schulkonzeptes.

Die erste bilinguale, international ausgerichtete verschränkte Ganztagsschule Niederösterreichs, die als katholische private Volksschule geführt wird, findet somit in der Junior High School (Mittelschule) ihre Fortsetzung. Initiatoren und Trägerverein der „ISK – Internationale Schule Krems“ waren bisher die Diözese St. Pölten, die IMC FH Krems, die Brantner Gruppe GmbH, Guntard Gutmann und Martin Nuhr. Nunmehr steigt auch das Benediktinerstift ein.

Einstieg aus anderen Volksschulen möglich

Die Kooperation war naheliegend. So bietet das Stift Göttweig bereits jetzt mit dem Jugendhaus Raum zur Begegnung. Der Südtrakt ermöglicht die Schaffung von Klassenräumen, die mit modernsten Schulmöbeln und Computern bzw. Tablets ausgestattet werden.

„Wir leben unser Motto ,Ort der Begegnung‘, und so freuen wir uns auf die Jugendlichen, die auch die Freizeitanlagen wie den Beachvolleyball- oder Fußballplatz nutzen können“, meint Abt Columban. „Unsere Feste im kirchlichen Jahreskreis werden sicher durch das gemeinsame Feiern mit den Schülern eine Bereicherung finden.“ Auch die Angebote des Jugendhauses (z. B. die Theater- und Musikprojekte) könnten in die verschränkte Schulform optimal integriert werden.

Die High School ist die Fortsetzung der bilingualen Volksschule (Deutsch und Englisch) der Stadt Krems, jedoch ist auch der Einstieg aus anderen Volksschulen möglich. Bianca Brantner, pädagogische Geschäftsführerin der ISK, betont, dass Schüler, unabhängig von Herkunft, Muttersprache oder Konfession willkommen sind: „Besonders freut uns auch, dass die Schulseelsorgebegleitung durch die Benediktinermönche unterstützt werden wird.“

Die Klassengröße ist auf 22 Kinder beschränkt. Das tägliche gemeinsame Mittagessen ist im Schulbeitrag von 450 Euro pro Monat inkludiert. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

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