Krems

Update am 02. März 2017, 15:06

von Franz Aschauer

Ließ sich Stein-Offizier Sex-Spielzeug liefern?. Brisanter Paketinhalt soll bei Durchleuchtung entdeckt worden sein. Beamter vermutet dahinter Intrige unter Offizieren.

 |  NOEN, Foto: Lechner

Einen eher ungewöhnlichen Fund soll ein Justizwachebeamter bei einer routinemäßigen Paketdurchleuchtung gemacht haben. Der Inhalt: Sex-Spielzeug, adressiert an einen hochrangigen Offizier, heißt es aus den dicken Mauern der Justizanstalt. Hintergrund der brisanten Lieferung dürfte eine geheime Liebelei mit einer Gefängnis-Bediensteten gewesen sein.

Intrige als Auslöser der „Dildo-Affäre“?

„Ein absolut skandalöser Vorfall, aber nicht wirklich verwunderlich – wie der Herr, so das Gescherr!“, spielt ein Beamter auf einige umstrittene Aktionen von Anstaltsleiter Generalmajor Bruno Sladek an. Auslöser der „Dildo-Affäre“ soll laut der NÖN-Quelle eine Intrige unter Offizieren sein.

„In nächster Zeit werden viele hochdekorierte Posten in der Justizanstalt aufgrund baldiger Pensionierungen frei. Offensichtlich wollen sich einige Offiziere schon jetzt positionieren und mögliche Konkurrenten mit der Weiterverbreitung solcher Vorfälle aus dem Rennen bugsieren.“

Private Paketlieferungen nicht gestattet

Zwar bestätigen Insider, dass der unrühmliche Vorfall die Justizanstalt Stein betrifft, zugeben möchte man das in der Justiz Generaldirektion aber nicht. Unabhängig davon dürfte die „Spielzeug“-Lieferung nicht ohne Konsequenzen bleiben: „Wir schauen uns die Causa gerade bis ins Detail an“, gibt der Leiter der Sicherheitsabteilung General Josef Schmoll zu.

Auch die Gefängnisleitung selbst möchte den Erhalt der brisanten Lieferung nicht bestätigen. „Prinzipiell ist es aber so, dass die Lieferung privater Pakete in die Anstalt verboten ist“, berichtet Pressesprecher Oberstleutnant Günter Ropp, der von einer Intrige unter den Offizieren nichts wissen will. „Wir Offiziere haben absolut nichts damit zu tun, dass dieser Vorfall an die Öffentlichkeit gedrungen ist.“