Mann verletzte Mithäftling mit Kugelschreiber. Ein Häftling soll einen Mitinsassen am Donnerstag in der Justizanstalt Stein mit einem Kugelschreiber verletzt haben.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 15. November 2019 (10:55)
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Symbolbild: Johann Lechner

Opfer nicht in Lebensgefahr

Das 23-jährige Opfer wurde vom Notarzt ins Kremser Spital gebracht. „Zu keinem Zeitpunkt bestand Lebensgefahr“, bestätigte das Justizministerium am Freitag. Gegen den mutmaßlichen Täter wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Wie die Erhebungen ergaben, hatte er seinen Zellengenossen am 14. November gegen 9 Uhr angeboten, ihm den Nacken zu massieren. Als das Opfer vor ihm saß, fügte er ihm mit einem in einen messerähnlichen Gegenstand verwandelten Kugelschreiber eine rund 10 cm lange Schnittwunde am Hals zu und schlug es außerdem mehrmals auf den Kopf.

Halsschlagader knapp verfehlt

Der Verletzte, dessen Halsschlagader angeblich nur um wenige Millimeter verfehlt worden war, konnte sich noch zur Notrufglocke retten und Alarm schlagen. Laut Diagnose ist die Verletzung als schwer einzustufen.

Beim Verdächtigen handelt es sich laut Auskunft des Ministeriums um einen verurteilten Mörder (35). Der Täter – Österreicher wie auch sein Opfer – wurde in eine besonders gesicherte Zelle mit Videoüberwachung verlegt und wird so wie das Opfer psychologisch betreut.