Tierschutz in Bulgarien: „Das Leid ist unfassbar“. Der Kammerner Thomas Putzgruber setzte sein Kastrationsprojekt in Bulgarien fort. Nebenbei kümmerte sich der Tierfreund um halb verhungerte Hunde und todkranke Welpen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 10. November 2018 (06:52)
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Eine Woche lang kümmerte sich Thomas Putzgruber um das Wohlergehen der bulgarischen Vierbeiner. So manche Welpen rettete er mit seinem Einsatz vor dem Todim Hinterhof.

Schon zum achten Mal organisierte Thomas Putzgruber, Obmann des Vereins „RespekTiere“, ein Kastrationsprojekt in Bulgarien. In Begleitung zweier weiterer Tierschützer verbrachte der Kammerner sieben Tage in dem Balkanland.

Die Bilanz: 143 kastrierte Straßenhunde und -katzen. Insgesamt konnten Putzgruber und sein Team nun in Breznik, einer Kleinstadt unweit der Hauptstadt Sofia, schon 900 Tiere dem Eingriff unterziehen. „Nach den derzeitigen Möglichkeiten ist das der einzige Schlüssel, um das unfassbare Tierleid in dem Land zu reduzieren“, erklärt Putzgruber den Hintergrund.

Die Tierschützer sind in Bulgarien mittlerweile gern gesehene Gäste. Zeitungen kündigen die Einsätze der Österreicher an und sorgen damit für großen Zustrom privater Tierbesitzer, die ihre Vierbeiner kastrieren lassen wollen. „Ein wichtiger Schritt“, so Putzgruber.

Den Lichtblicken in Bulgarien stehen allerdings noch umso mehr tierische Tragödien gegenüber. So musste Putzgruber halb verhungerte Hunde bergen und schwer kranke Welpen aus Hinterhöfen mitnehmen, wo sie sonst aller Wahrscheinlichkeit nach ums Leben gekommen wären.

Wie feindselig teilweise die Stimmung in dem Straßenhunde-Problemland Bulgarien gegenüber den Vierbeinern ist, zeigte das Beispiel zweier erschossener Huskys, die in einem öffentlichen Park zur Abschreckung für Hundehalter ausgelegt wurden.