„Weit weg von den Grenzwerten!“. Betreiber-Firma kontert Anrainer-Vorwürfen. Bernd Wanivenhaus: „Nehmen größtmögliche Rücksicht auf Nachbarn!“

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 15. März 2019 (05:25)
Bernd Wanivenhaus von der Rohdorfer GmbH im bestehenden Schotterwerk der Firma in Grafenwörth: „Haben freiwillig im Vorfeld eine Bürger-Info veranstaltet und nehmen mehr Auflagen auf uns als vorgeschrieben werden.“
Foto: Martin Kalchhauser

Die möglichst umweltschonende – lärm-, staub- und geräuscharme – Schottergewinnung im seit über 30 Jahren bestehenden Werk der Firma Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH in Grafenwörth ist Vorbild für die geplanten beiden neuen Schotterteiche auf den Metternich-Gründen nahe der Ortschaft Kamp (Gemeinde Grafenegg).

Die NÖN berichtete über die Pläne für zwei neue Teiche – zuerst ein 31 ha großer, später einer mit 10 ha – und den Widerstand einiger Kamper Bewohner dagegen. „Wir wollen hier Kies fördern, der zum Großteil in 40 km Umkreis verbraucht wird“, betont Bernd Wanivenhaus, Prokurist der Firma Rohrdorfer, dass der lokale Abbau auch im Sinne der Umwelt vernünftig sei.

Baggerungen erfolgen lärmarm, emissionsfrei

Es würde ausschließlich durch Nassbaggerungen mit einem sogenannten Eimerkettenbagger gefördert, der ebenso elektrisch betrieben sei wie die Förderbänder, die das Material ins bestehende Werk befördern sollen. Dort sind derzeit rund 15 Bedienstete beschäftigt.

Mit einem ausschließlich elektrisch betriebenen Eimerkettenbagger wird das Material in der geplanten Schottergrube staubarm und emissionsfrei gefördert.
Foto: Beyer

„Wir haben eine Bürger-Infoversammlung auf freiwilliger Basis veranstaltet und nehmen auch größtmögliche Rücksicht auf die Nachbarn.“ Die nächsten Häuser zur geplanten Schottergrube seien über 200 Meter weit weg, und die Anlage würde hinter einem fünf Meter hohen Wall verschwinden. „Wir sind weit weg von den Grenzwerten, etwa beim Lärm, für die wir um Genehmigung ansuchen.“ Das gelte auch für die Wasserqualität, wobei durch die Flussrichtung der Ort Kamp in keiner Weise betroffen sein könnte.

Warum hat man sich für den Standort entschieden? Wanivenhaus: „Die Lage in der Nähe der S 5 ist ideal. Und der Grundbesitzer kann eine große, zusammenhängende Fläche anbieten.“ Derzeit ist die Umweltverträglichkeitsprüfung in Vorbereitung.