Grüblgassl Dürnstein: Eine teure Baustelle

Der „Tunnel“ von der Stadt an die Donaulände wird erneuert, Kanal und Löschwasserleitungen werden verlegt.

Erstellt am 25. November 2021 | 07:06

Im Mittelalter wur-de die Verbindung von der Altstadt zur Donau aus dem Kalkstein geschlagen: Das „Grübl gassl“ führte auf schnellstem Wege zum Hafen, das Wasser reichte damals bis an den Felsen, hier legten die Schiffe an, und hier befand sich auch eine „Fischgrube“ – von daher kommt der Name des schmalen Abgangs.

Seit Ende Oktober ist das Grüblgassl Baustelle und gesperrt. Vorrangig der alte gemauerte Kanal muss erneuert werden, der unterhalb der Stufen verläuft. „Wir haben dieses Vorhaben immer wieder verschoben“, berichtet Bürgermeister Johann Riesenhuber, dass es die Kosten waren, die bislang alle Verantwortlichen abgeschreckt haben: 450.000 Euro sind nun für die Arbeiten auf den etwa 100 Metern veranschlagt, „wohl eine der teuersten Kanalbaustellen ever ...“

Von den etwa 100 Stufen im Gewölbebereich wurden zu Beginn die Steinplatten abgenommen, beschriftet und gelagert, sie sollen zum Teil durch Granitstufen ersetzt werden, um eine bessere Begehbarkeit zu erreichen. Der obere freie Teil der Gasse wird mit den ursprünglichen Bodenplatten wiederhergestellt. Mit viel händischer Arbeit und Kleingeräten wird der Unterbau abgegraben, neue Leitungen (neben Kanal und Strom unter anderem auch zwei Löschleitungen für die Feuerwehr und eine Leerverrohrung) werden verlegt.