Krems

Erstellt am 30. August 2018, 07:03

von Franz Aschauer

Kremser Uni-Professor berät Angela Merkel. Donau-Uni-Professor Peter Parycek wurde in den zehnköpfigen Digitalrat der deutschen Bundesregierung bestellt.

Peter Parycek versieht künftig Dienst im deutschen Bundeskanzleramt.  |  DUK/Andrea Reischer

Erst 2017 wurde Peter Parycek die Leitung des Kompetenzzentrums „Öffentliche IT“ am Fraunhofer Institut in Berlin übertragen. Die exzellente Arbeit des Donau-Uni-Professors für E-Governance in der Digitalisierungs-Denkfabrik ist auch der deutschen Bundesregierung nicht verborgen geblieben, die Parycek jetzt in den zehnköpfigen Digitalrat bestellt hat.

Der Rechtsinformatiker wird dort die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt zu Digitalisierungsthemen beraten. „Die Freude und Ehre sind schwer in Worte zu fassen. Beinahe 20 Jahre Forschung an der Schnittstelle von Staat und Technologie und der Aufbau eines interdisziplinären internationalen Teams in Krems und der Ruf nach Berlin haben sicher wesentlich dazu beigetragen“, ist Parycek stolz auf seinen Karrieresprung.

Der Digitalrat, dem auch der österreichische Professor für Internet Governance am Oxford Internet Institute, Viktor Mayer-Schönberger angehört, ist vergangene Woche das erste Mal zusammengetroffen und wird künftig direkt im Bundeskanzleramt angesiedelt sein.

„Die Freude und Ehre sind schwer in Worte zu fassen. Der Aufbau des Teams in Krems hat sicher dazu beigetragen.“Peter Parycek über seine Bestellung in den Digitalrat.

„Neben den zwei bis drei fixen Sitzungen mit der Bundeskanzlerin und der Bundesregierung haben wir natürlich auch Vorbereitungssitzungen“, blickt Parycek seiner neuen Aufgabe mit Spannung entgegen. Beschäftigen sollen sich die renommierten Mitglieder des Digitalrats laut Merkel mit vier zentralen Themen: der Zukunft der Arbeitswelt, dem Umgang mit Daten, der Gründerszene und neuen Partizipationsmöglichkeiten. Zusätzlich sollen Parycek und Co. untersuchen, wie sich die Digitalisierung auf Kultur und Gesellschaft auswirken.

„Ziel ist die Verschränkung der Schwerpunkte, sodass sie sich wechselseitig hebeln und wir bis zum Ende der Regierungsperiode auch eine Wirkung erzeugen können“, erklärt Parycek.

In seine neue Aufgabe bringt Parycek auch Erfahrung aus dem österreichischen Bundeskanzleramt mit, wo er vor seiner Tätigkeit an der Donau-Universität als wissenschaftlicher Berater tätig war und zahlreiche Projekte und Arbeitsgruppen im Bereich E-Demokratie und E-Governance geleitet hatte.