2021 war Katzenjahr für Tierheim Krems

Zahlreiche Katzenfunde und -würfe belasten Kapazitäten in Krems. Hundebeschlagnahmung in Gmünd als „Mammutaufgabe“.

Erstellt am 22. September 2021 | 04:38
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„Stark ausgelastet“: Das Tierheim Krems verzeichnete im bisherigen Jahr 2021 eine hohe Anzahl an Fundkatzen. Einer von Ihnen ist Kater Finnley – hier im Bild mit Tierpflegerin Anikó Péter – der in Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) gefunden wurde. 
Foto: Johannes Mayerhofer

Das Frühjahr 2020 brachte in vielen Tierheimen Österreichs mehr Anfragen nach Hunden, Katzen und Co. Die Befürchtung, viele der Vierbeiner könnten mit Normalisierung der Situation wieder zurückgebracht werden, hat sich zumindest im Tierheim Krems nicht bewahrheitet.

„Weil wir auch in Zeiten gestiegener Anfragen genau hingesehen haben, wie in Normalzeiten“, erklärt Tierheim-Leiterin Nina Maria Zinn-Zinnenburg. Spontane, wenig überlegte Tierabholungen sollten vermieden werden. 

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„Wir haben heuer ein sehr starkes Katzenjahr.“

Dennoch sind die Kapazitäten des Heimes ausgeschöpft. „Wir haben heuer ein sehr starkes Katzenjahr.“ Dazu haben starke Würfe und zahlreiche Funde beigetragen. Auch die Großbeschlagnahmung von über 130 Chihuahuas in Gmünd im August sei eine Mammutaufgabe und nur in Kooperation mit anderen Tierheimen in NÖ zu lösen gewesen. Was Beschlagnahmungen und Tierabgaben angehe, sieht Zinn-Zinnenburg einen Stadt-Land-Unterschied. „Am Land gibt es natürlich bessere Bedingungen für eine massenhafte Tierhaltung. Und in einem eher abgeschiedenen Landhaus wird das weniger schnell entdeckt, als in einer städtischen Wohnung.“

Auch 2021 habe sich das Tierheim noch nicht über die Veranstaltung seiner üblichen Flohmärkte –  diese finden sonst im Mai und im September statt – „drübergetraut“. Diese spielen natürlich eine große Rolle beim Spendensammeln. Geld und Sachspenden privater Personen seien jedenfalls stabil. 

Gerade angesichts der eben erwähnten Großbeschlagnahmung bekräftigt die Tierheim-Chefin die Forderung nach einer Obergrenze bei Haustieren: „Das wäre wichtig, damit die Behörden und Veterinärstellen früher und schneller eingreifen können.“

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