Kessel und Turbine in Kremser Heizkraftwerk eingesetzt

Erstellt am 04. Juli 2022 | 10:47
Lesezeit: 2 Min
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Herz der Anlage: Die Turbine wurde mittels Kran in das Heizwerk eingehoben.
Foto: EVN
Schlag auf Schlag geht es beim Bau des Heizkraftwerks der EVN im Osten der Stadt Krems. Jetzt wurden Turbine und Heizkessel eingesetzt.
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Mit dem Einheben des Biomassekessels und der Dampfturbine sind weitere Meilensteine in der Errichtung des Biomasseheizkraftwerkes in Krems erreicht.

Herz der Anlage eingefügt 

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Alles gut gegangen: Beim Einsetzen der schweren Bauteile war höchste Präzision gefragt.
Foto: EVN/Daniela Matejschek

„Der Kessel und die Turbine sind das Herz der Anlage. Die bis zu 18 m langen und 62 Tonnen schweren Bauteile wurden mittels Kran von oben in das Gebäude eingehoben", erklärt dazu EVN-Pressesprecher Stefan Zach. "Das erforderte höchste Präzisionsarbeit, um sie an der vorgesehenen Stelle zu platzieren.“

"Genau zur richtigen Zeit!"

Laut Zach kommt die Anlage auch genau zum richtigen Zeitpunkt. „Wir hatten in Krems bisher schon eine sehr starke Nachfrage nach umweltfreundlicher Naturwärme. Durch die aktuelle Situation hat sich dieser Trend noch einmal massiv verstärkt, und es zeigt sich, dass die Entscheidung für das Heizkraftwerk die Richtige war“.

Reduktion der Abhängigkeit

Bürgermeister Reinhard Resch hat sich schon in der Vergangenheit stets für das Biomasseheizkraftwerk ausgesprochen und sieht sich spätestens durch die Ukraine-Krise in seinem Weg bestätigt: „Die Wärmeversorgung auf Basis von Biomasse ist nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel ein vernünftiger Weg hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sie ist vor allem sicher und reduziert unsere Abhängigkeit von russischem Erdgas.“

Ab Anfang 2023 in Betrieb

Die Anlage mit einer elektrischen Leistung von 5 Megawatt und einer thermischen Leistung von 15 Megawatt soll schon Anfang 2023 in Betrieb gehen. Durch das Heizkraftwerk können dann mehr als 15.000 Haushalte mit Ökostrom und umgerechnet bis zu 30.000 Haushalte mit Naturwärme versorgt werden. Dabei werden im Vollbetrieb pro Jahr rund 25.000 Tonnen CO2 eingespart. Die dafür notwendige Biomasse kommt aus der Region.

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