Krems: Pkw-Lenker hatte bei Zugunfall Glück. Riesiges Glück hatte ein Kfz-Lenker am 8. Februar in den frühen Morgenstunden. Er übersah einen Zug der Hafen- und Industriebahn. Sein Auto wurde 50 Meter weit mitgeschleift und total zerstört. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 09. Februar 2021 (10:38)

Zum spektakulären Unfall kam es, als der 56-Jährige aus der Gemeinde Grafenwörth gegen 3.30 Uhr die Geleise der Industriebahn in der Weinzierlstraße (unweit des Kastner-Marktes) übersetzen wollte.

Auto 50 Meter mitgeschleift

Vermutlich hatte der Lenker, der Richtung Lerchenfeld unterwegs war, um diese Zeit nicht mit einem Güterzug gerechnet. Das Fahrzeug kollidierte mit dem aus einer Lok und drei Waggons bestehenden Schienenverband, der - zum Glück langsam! - Richtung Hafen fahren wollte. Das Auto wurde in der Folge 50 Meter weit mitgeschleift, ehe es total zerstört am Gleiskörper liegen blieb.

Nur Schürfwunden beim Lenker

Der Fahrer, auf dessen Fahrzeugseite sich sogar ein Puffer eines Waggons ins Innere des Autos bohrte, kam wie durch ein Wunder fast unverletzt davon. Die Rotkreuz-Sanitäter brauchten lediglich einige Schürfwunden zu versorgen und den Mann zur Kontrolle ins Krankenhaus zu bringen.

Auto total mit Waggon verkeilt

Die drei auf dem Zug tätigen Personen - der Lokführer, der Verschubleiter und der Spitzenverschieber - blieben unverletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Krems, die mit sieben Einsatzkräften und drei Fahrzeugen knapp zweieinhalb Stunden im Einsatz stand, konnte den Pkw, der mit dem Waggon stark verkeilt war, mit Hilfe einer Seilwinde und dem Kranfahrzeug von den Schienen entfernen.

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