Ärger im Wert von 38 Euro. Über eine Debatte ums Prinzip.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:38)

Für Diskussionen sorgte im Gföhler Gemeinderat, dass ÖVP-Landtagsabgeordneter Josef Edlinger statt der ihm laut Tarif zustehenden 62 Euro für die Benützung seines Grundes rund um einen Hochbehälter in Felling 100 Euro verlangt.

Fix ist: Es ging nicht (nur) um 38 Euro. Vielmehr trafen in der Debatte zwei Prinzipien aufeinander: Einerseits stellt sich die Frage, ob ein Abgeordneter mit einem Gehalt von rund 7.000 Euro brutto auf die 38 Euro pro Jahr (!) angewiesen ist. Und ob sich nicht andere Bewohner der Gemeinde, die die Verlegung von Leitungen über ihre Grundstücke tolerieren müssen, künftig an der „überhöhten“ Forderung ein Beispiel nehmen.

Andererseits hat Edlinger nach eigenen Angaben in der Vergangenheit zahlreiche derartige Nutzungen seiner Grundstücke (die eine Entwertung bedeuten) kostenlos erlaubt. Und er will wohl auch der Erwartung, dass das immer so sein wird, einen Riegel vorschieben.

Offen bleibt eine Frage: Sind die 38 Euro die Aufregung wert?