Das verflixte zweite Jahr. Udo Sagl über „Eheprobleme“ in der Kremser Rathauskoalition.

Von Udo Sagl. Erstellt am 17. Februar 2014 (23:59)
NOEN

 Da sitzen sie monatelang im Rathaus zusammen. Sie beraten in Arbeitsgruppen über dieses und jenes. Alle Parteien sind in der Stadtregierung Resch in alle Entscheidungen für die Zukunft von Krems voll eingebunden. Und dann? Dann, nach unzähligen einvernehmlichen Verhandlungen, heißt es plötzlich ausgerechnet in der Phase der Entscheidungsfindung: Beschluss wegen akuter Meinungsverschiedenheiten verschoben!

Also quasi zurück an den Start!? Sowohl in Sachen Parkplatzzonen als auch in der Causa Badearena steht wieder alles still.

Was ist denn hier los? Bei aller Harmoniebedürftigkeit: Stadtchef Resch muss offenbar zur Kenntnis nehmen, dass nach über einem Jahr der „Schockstarre“ der politische Alltag zurück ist.

„Schockstarre“? Ja, die SPÖ musste den sensationellen Wahlsieg erst einmal realisieren – und die ÖVP lag angesichts der Pleite sowieso in Ohnmacht. Kein Wunder also, dass die rotschwarze „Vernunftehe“ zunächst sehr einträchtig funktionierte. Jeder war mit sich selbst beschäftigt.

Im verflixten zweiten „Ehejahr“ wird wieder alles „normal“. Vor allem: Die ÖVP ist aus ihrem Tiefschlaf erwacht – und meldet sich entsprechend lautstark zurück . . .