Diskussion mit zu vielen Emotionen. Thomas Werth über die Diskussion über eine neue Badearena in Krems.

Von Thomas Werth. Erstellt am 28. Dezember 2017 (05:00)

Mittlerweile ist es fast vier Jahre her, dass ganz offen über die Zukunft der Kremser Badearena gesprochen wurde. Nachdem die VP im Frühjahr 2014 genauere Daten für einen Grundsatzbeschluss gefordert hatte, ist es still geworden. Bis vor kurzem.

Denn nun wird die Erneuerung wieder zum Thema. Die SP spricht sich in Person von Stadtrat Albert Kisling für einen Neubau aus – und sieht die Chancen nun deutlich besser, da keine Zustimmung der VP mehr nötig ist, die darauf prompt kontert (siehe Seite 7).

Die Badearena zeigt die neue politische Kultur zwischen SP und VP in Krems. Die Sozialdemokraten geben – wohl gestärkt durch das Wahlergebnis – ihrem Ex-„Ehepartner“ die Schuld am Nicht-Einhalten ihres eigenen Wahlversprechens, die VP schießt mit einer lang vermissten Angriffslust den Giftpfeil wieder retour.

Das Problem: Bei derart vielen Emotionen ist eine sachliche Diskussion, die für ein Projekt dieser Größenordnung unverzichtbar ist, im Gemeinderat unvorstellbar.