Ein Aderlass mit Konsequenzen. Verena Bauer über entscheidende Weichenstellungen beim UHK.

Von Verena Bauer. Erstellt am 18. Mai 2015 (08:12)

Die HLA-Meisterschaft schwenkt in die Zielgerade ein, und die Kremser Handballer sind nur als Zaungäste mit dabei. Das ist kein Schiffbruch: Ivo Belas hat in Anbetracht der Verletzungs- und Krankheitsmisere das Optimum aus seinen Schützlingen – und der Saison – herausgeholt.

Anlass zur Sorge gibt jedoch der Blick in die nahe Zukunft. Die Bank war im Vergleich mit der Konkurrenz ohnehin nie lang, und nun ist sie noch kürzer. Durch den Abgang von Kapitän Georg Chalupa, Flo Brunner und Gerdas Babarskas klaffen neue Lücken im Wachauer Mannschaftsgefüge.

Die Abschlagszahlung der Bietigheimer für den Transfer des Litauer Rückraumtalents bleibt ein Trostpflaster. Bekannt sind die Baustellen: Priorität hat der Kreis, doch es fehlen auch ein torgefährlicher Spielmacher, Verstärkung im rechten Rückraum und ein souveräner zweiter Tormann. Der Abschied der UHK-Legende Pavel Hrachovec aus dem Trainerstab ist ein weiterer herber Verlust, was die Planung für die nächste Saison betrifft.

Nach dem Abstieg der St. Pöltner bleibt Krems einmal mehr das blau-gelbe Handball-Aushängeschild. Jetzt ist ein Kraftakt des Managements nötig, damit der UHK es nicht einigen niederösterreichischen Erfolgsklubs der Vergangenheit gleichtut – und langsam in der Versenkung verschwindet.
 

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