Auf das falsche Pferd gesetzt. über mögliche Nachwehen des Volksfestes.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 15. September 2021 (05:56)

Es ist sehr schade, dass Skeptiker und Gegner Recht behalten haben. Wenige Tage nach dem Wachauer Volksfest mit 100.000 Besuchern geht die Zahl der Corona-Infektionen in Krems durch die Decke.

Natürlich ist es nicht beweisbar, dass sich alle das Virus in den Bierzelten oder im Stadtpark eingefangen haben. Wer eins und eins zusammenzählen kann, wird aber bemerken, dass es nicht nur in Krems die vermeintlichen Sündenböcke – Reiserückkehrer und Schulanfänger – gibt, während anderswo die Lage im Vergleich zum österreichweiten (!) Hotspot Krems relativ entspannt ist.

Die NÖN-Berichterstattung der Vorwoche, dass mit Glück alles gut gegangen ist, erscheint leider überholt. Stadtchef Reinhard Resch hat wohl doch auf das falsche Pferd gesetzt. Sein St. Pöltner Amtskollege Matthias Stadler, der das Frequency-Festival verboten hat, war im Sommer der „Spielverderber“. Die Entwicklung in Krems macht ihn im Nachhinein zum großen Gewinner.