Es geht um Leben oder Tod. Über die Aktion gegen Ziaulrahman Zaland.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 10. Dezember 2019 (05:44)

Perfekt integriert, fast vollständig ausgebildet, bei den Menschen, die ihn kennen, beliebt: Der in Langenlois bei den Schulschwestern untergebrachte Afghane Ziaulrahman Zaland war ein „Vorzeige-Flüchtling“.

Er ist einer von denen, über deren Bleiberecht man in der Politik seit Monaten debattiert – aber nur, weil man mit der Abschiebung eines fast vollständig ausgebildeten Menschen auch das investierte „Kapital“ abschiebt. Menschlichkeit ist Nebensache. Der Gesinnungswandel – wenn er denn stattfindet – kommt für „Zia“ zu spät.

Obwohl zu Hause von den Taliban mit dem Tod bedroht, sieht man in Österreich keinen Grund, den 22-Jährigen nicht abzuschieben. Dass der geplante Transport genau in der Nacht zum „Tag der Menschenrechte“ (10. Dezember) passieren soll, ist – wenn auch symbolträchtige – Nebensache. Die Schüler der HLS und FSB hat das aber besonders erzürnt.

Zia werden diese Details wohl egal sein. Für ihn geht es um Leben oder Tod.