Freud und Leid der Archäologie. Über aktuelle und künftige Grabungen in Mautern.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:07)

Archäologie ist wie das Lesen in einem Geschichtsbuch. Grabungen bringen immer wieder hochinteressante Ergebnisse zutage. Am Römerweg in Mautern tun sich den Mitarbeitern, die mit Spitzhacke, Schaufel und Scheibtruhe ebenso zu Werke gehen wie mit Spachtel und Pinsel, Funde auf, die das Wissen um das Leben im ehemaligen Favianis am Donau-Limes massiv erweitern dürften.
Ausdrückliches Lob der Historiker gibt es für Grundstückseigentümer Nikolaus Saahs. Dass er seinen geplanten Weinkeller ein paar Monate später als geplant bauen wird können, bringt ihn nicht aus der Ruhe.
Nicht immer sorgen archäologisch interessante Spuren im Boden für Freude. Investor Herbert Pinzolits hat sich bei seinem Hotelprojekt in Mautern eine Hintertür offen gelassen. Sollte man bei den Arbeiten rund um die Römerhalle auf Spuren des dort vermuteten Römer-Hafens stoßen, würde sich das Projekt massiv verzögern. Dann könnte dies sämtliche Pläne zu Fall bringen.