Fünf Euro als Draufgabe. Über die Kremser Impf-Initiative in der Nachtgastronomie.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:50)

Es ist durchaus verständlich, dass sich die offiziellen Stellen auf Landes- und Bundesebene dagegen verwehren, Jugendliche mit Goodies wie Bargeld oder Gutscheinen zu bewegen, sich die (kostenlose!) Corona-Impfung geben zu lassen. Ein Aufschrei derer, die den „Piks“ unbelohnt in Kauf genommen haben, wäre zu erwarten.

Privatpersonen oder Unternehmern wie dem Kremser Lokalbetreiber Armin Oswald kann es aber niemand verbieten, mit einem 5-Euro-Schein zu winken, um die Jungen zur Nadel zu locken.

Dabei liegt es gar nicht allein in seinem Interesse, dass möglichst viele, die an den Türstehern vorbei wollen, schon immunisiert sind. Durch die Verschärfung der Maßnahmen – Eintritt nur mehr geimpft oder mit PCR-Test – müssen sich auch die Ausgehwilligen rechtzeitig um die entsprechenden Voraussetzungen bemühen.

Dass sie für etwas, das auch in ihrem Interesse ist, jetzt fünf Euro bezahlt bekommen, ist eine nette Draufgabe. Sie sollte ihre Wirkung nicht verfehlen.