Herber Schlag in die Magengrube. Über den Müller-Auszug aus der Innenstadt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 22. Oktober 2019 (04:27)

Der Auszug der Firma Müller, die mit ihrem breiten Sortiment ein Frequenzbringer der Oberen Landstraße ist, steht bevor. Geahnt hat man es schon lange. Aber die Hoffnung starb auch hier zuletzt.

Jetzt ist es fix, und die Kommunikations-Abteilung des Konzerns, die eher den Namen „Schweige-Truppe“ verdienen würde, braucht es gar nicht mehr zu bestreiten oder bei Anfragen auf später zu vertrösten.

Für das Stadtmarketing ist der Verlust ein großer. Auch wenn es verständlich erscheinen mag, dass dessen Chef Alfred Pech die Sache herunterspielen möchte. Wenn Müller die Innenstadt verlässt, ist das wie ein herber Schlag in die Magengrube derer, die sich professionell mit der Belebung des Kremser Zentrums beschäftigen.

Den Verlust bestmöglich zu verkraften, gelingt wohl nur, indem man ein Zugpferd in die demnächst leer stehenden Räumlichkeiten holen kann. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht allzu groß. Aber die Hoffnung stirbt auch hier zuletzt.