Querschüsse gegen Zukunft. Über eine Herbergsuche in Dürnstein.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:59)

Die Suche nach einem neuen Standort für die Traditionsbäckerei Schmidl in Dürnstein hat eine Facette mehr: Zur Überraschung von Bürgermeister Johann Riesenhuber, der den Auftrag hat, eine Lösung zu finden, wurde der Antrag auf Raumplanungsänderung für ein Grundstück, das in Frage gekommen wäre, vom Gemeinderat zurückgezogen. Auch ÖVP-Mandatare desavouierten damit den Gemeindechef und verhinderten eine aussichtsreiche Variante.

Was auffällt: Es fehlen Vorschläge für Alternativen für den Auszug aus dem extrem engen Innenstadt-Standort. Die Mandatare sollten sich bewusst sein, dass es um 67 Jobs geht – und ums Renommee.

Denn während man sich in der Stadtgemeinde offenbar in einer endlosen Debatte verzettelt, zeigt man am anderen Ufer der Donau, in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf, offenbar Interesse. Zeitigt der Lockruf Wirkung, dann ist mit den Jobs und dem Schmidl-Laberl auch gleich ein kulinarisches Aushängeschild für Dürnstein verloren.