Stadtbus fehlt der Rückenwind. Über die Debatten über das Innenstadt-Öffi-Angebot.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:07)

Sind die neuen Kremser Stadtbusse zu groß? Oder wird man sich „nach Corona“ über ausreichend Platz freuen? Sind sie zu breit? Oder musste man auch früher, wenn etwa ein Lastwagen die Wegscheid herunterfuhr, als Fußgänger eine Minute warten? Vernichten sie Parkplätze? Oder waren das nie legale Bereiche, in denen man („eh nur ganz kurz“) angehalten hat? Wurde das Projekt politisch auf breiter Basis mitgetragen? Oder täuscht nur der Eindruck, dass jemand parteipolitisches Kleingeld wechseln will?

Der Fragenkatalog zum neuen Stadtbus ist lange. Einfache Antworten gibt es nicht. Fakt bleibt aber trotz aller Unzulänglichkeiten, dass die Neuerung mit Mitte Dezember – mehr Linien, mehr Kilometer, engere Takte – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war.

Wenn es gelingt, einige Fehler und Ärgernisse aus der Welt zu schaffen, kann der neue Stadtbus auf Kurs bleiben. Das Angebot ist nicht schlecht. Es hat es nicht verdient, gezielt schlechtgeredet zu werden.