Vereinnahmung als große Gefahr. Über Vorschusslorbeeren für Horst Berger.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Februar 2020 (05:10)

Für manche Beobachter bot die Bestellung und Präsentation Horst Bergers wohl gleich mehrere Déjà-vu-Erlebnisse.

So wie sein Vorgänger Alfred Pech war er im Auswahlverfahren der mit Abstand beste Bewerber. So wie vor einem Jahr genießt der Neue einmütige Unterstützung von politischer Seite und aus der regionalen Wirtschaft. Und so wie bei der ersten Bestellung gibt es vereinzelt Skepsis, ob nun endlich der „Wunderwuzzi“ gefunden ist, der die Probleme in Krems aus der Welt schaffen kann.

Erfreulich ist, dass die Bestellung Bergers unmittelbar nach deren Bekanntwerden auf nön.at zu einem klar überwiegenden Teil positive Reaktionen hervorgerufen hat.

Wenn es mit dem Stadtmarketing jetzt, gewissermaßen im zweiten Anlauf, gut gehen soll, muss der Neue neben der Erledigung der vielen Hausaufgaben vor allem auf eines achten: Nur wenn er sich bei seiner Tätigkeit ganz penibel (partei-)politische Unabhängigkeit bewahrt, ist ein Erfolg möglich.