Krems

Erstellt am 06. November 2018, 04:29

von Martin Kalchhauser

Wie ein offenes Scheunentor. Martin Kalchhauser über präventive Maßnahmen gegen Internet-Kriminalität.

Es ist unglaublich, wie leicht es Betrügern von ihren Opfern manchmal gemacht wird. Das zeigt sich bei der aktuellen Welle von Internet-Betrugsversuchen wieder einmal deutlich. Dabei beträgt die Dunkelziffer sicher ein Vielfaches.

Es ist eine Kombination von Leichtfertigkeit und Leichtgläubigkeit (Letztere vielleicht auch oft wegen eines schlechten Gewissens), die es den Tätern leicht macht, ihre Opfer abzuzocken. Manchmal gibt es aber auch regelrechte virtuelle Gewalt, wie im Beispiel des Wachauer Winzers, dem ein Internet-Gauner bei einem großen Geschäft in die Suppe spuckte.

Kriminalisten können Opfern wenig helfen. Die Kriminellen bedienen sich des weltweiten Netzes, in dem sich Spuren nur allzu rasch verlieren.

Prävention ist gefragt. So wie jeder sein Auto und sein Haus versperrt, so selbstverständlich sollten auch (im eigenen Interesse!) Sicherheitsmaßnahmen am Computer sein. Einfallslose Passwörter, die zigfach verwendet werden, machen es potenziellen Angreifern mindestens so leicht wie Gelegenheitsdieben ein offenes Scheunentor.