Wird Steindls Sieg ein teurer?. Über das Gezerre um das SPÖ-Nationalratsmandat.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Juni 2019 (06:01)

Demokratische Entscheidungen sind – auch innerparteilich – zu akzeptieren. Dass sich der Kremser Kandidat Günter Steindl aus Gföhl am Wochenende beim Kampf um die Poleposition im Wahlkreis Waldviertel durchgesetzt hat, hat also seine Ordnung.

Auch die Argumentation, der Parlamentarier Konrad Antoni aus Schrems (Bezirk Gmünd) habe versprochen, nach der aktuellen Legislaturperiode Platz zu machen, ist schlüssig. Die Periode ist eben jetzt (verfrüht) zu Ende gegangen.

Für die Kremser Genossen, die weder in Landtag noch Bundes- oder Nationalrat vertreten sind, ist der Mehrheitsbeschluss ein Sieg. Wie sich die Rochade im Bezirk Gmünd auswirkt, ist eine andere Frage. Dort fühlen sich einige um den Parlamentssitz geprellt, das könnte auch Stimmen kosten.

Wenn am Wahlabend das Minus im Norden größer ist als der Aufschwung, den Steindl im Bezirk Krems bringen kann, war sein Sieg in der Abstimmung ein Pyrrhus-Sieg.