Junges Leben im alten Kloster. Über die neue Heimat der Junior High School in Göttweig.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. Januar 2021 (03:00)

Viele haben eine ehemalige Einrichtung des Benediktinerstiftes Göttweig bereits vergessen: Erst 1999 wurde die Tradition der „Göttweiger Sängerknaben“ beendet. An ihrer Stelle begannen die Mönche mit dem Betrieb des Jugendhauses.

Den Kontakt zur jungen Generation hat man in Göttweig nie verloren – auch wenn es hier keine Einrichtung wie die bekannten Stiftsgymnasien bei den Ordensbrüdern in Melk oder Seitenstetten gibt. Immer wieder war der Ort Kristallisationspunkt jungen Lebens: bei Jugendtheater-Produktionen oder großen Treffen von Firmlingen und Ministranten.

Ab Herbst kommen die heimischen Benediktiner mit der Aufnahme der neuen „Junior High School“ ihrer Berufung gleich dreifach nach. Im Sinne des Ordensgründers, des Hl. Benedikt von Nursia, ist man neben Gebet und Arbeit der Gastfreundschaft besonders verpflichtet. Die Tradition der Verbindung mit der Jugend wird fortgesetzt, und schließlich hat man – ganz im weihnachtlichen Sinn – der Herbergsuche des Vereins, der die Schule betreibt, auf erfreuliche Art ein Ende gesetzt.