„Brutal“ – und doch freiwillig!. Martin Kalchhauser über Profis am Rande der Belastbarkeit.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 12. März 2019 (05:07)

„Das vergangene Jahr war brutal.“ Diese Aussage des Kremser Kommandanten Gerhard Urschler bei der Mitgliederversammlung der FF Krems bringt es auf den Punkt. Mit 912 Einsätzen wurden mehr Notfälle abgearbeitet als je zuvor. Nur 2016 hatten die Silberhelme mit 903 einmal annähernd so oft ausrücken müssen.

Eine Vielfalt an Einsätzen – vom heldenhaften Kampf gegen Flammen bis zum menschenrettenden Eingriff am Autowrack – wurde von den 369 Aktiven erledigt. Oft ist Belastendes zu verkraften. Dazu kommen weitere Stunden für Übungen und Ausbildungen.
Dass auch aus den Reihen der Florianis selbst dennoch ein klares Bekenntnis zur Freiwilligkeit kommt, ist beruhigend. Sie beweisen Tag für Tag, dass Ehrenamt und Professionalität keine Gegensätze sein müssen.

Am meisten freuen dürfen sich die Politiker. Das Ja zur Freiwilligkeit macht den Dienst finanzierbar. Die Arbeit der FF-Helfer ist nämlich im doppelten Wortsinn einfach unbezahlbar.