Das Geschäft mit dem Müll. Karl Pröglhöf über einen aktuellen Bericht des Rechnungshofes.

Von Karl Pröglhöf. Erstellt am 20. September 2016 (06:51)

Der Rechnungshof hat die Restmüllentsorgung der Städte Krems, St. Pölten und Stockerau verglichen.

Auffallend ist, dass St. Pölten von der Sammlung über den Transport bis zur Verwertung in einer eigenen Deponie alles im eigenen Wirkungsbereich erledigt. Krems hingegen hat sich aus dem operativen Bereich weitgehend zurückgezogen. Die Sammlung erfolgt nur noch im Stadtkern mit eigenen Mitarbeitern und Fahrzeugen. In den Außenbereichen wurde sie an die Firma Brantner vergeben. Transport und Verwertung erfolgen extern, womit auch die Verantwortung der Stadt mit der Übergabe des Abfalls endet.

Zudem wird lobend erwähnt, dass durch die Teilprivatisierung Einsparungen von rund 17 Prozent erzielt werden konnten.

Mit den Müllgebühren der Kremser Haushalte bleiben etwa 890.000 Euro im Jahr als Überschuss.

Damit ist zu erwarten, dass sich die Oppositionsparteien auf die Überdeckung bei der Müllgebühr einschießen und eine Reduzierung der Belastung für die einzelnen Haushalte fordern werden.