Eine verpasste Gelegenheit. Über die „Asphaltwüste“ Landesgalerie.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 17. September 2019 (04:40)

65 Grad. Nein, dieser Wert entspringt nicht etwa der Sauna im Kremser Hallenbad, sondern der unmittelbaren Umgebung der Landesgalerie. Das aus architektonischer Sicht einmalige Projekt handelte sich im Sommer viel Kritik ein. Selbst Erlebnisgärtner Reinhard Kittenberger, der ein sehr gutes Verhältnis zum Land Niederösterreich pflegt, bemängelte öffentlich die minimalistische Begrünung.

Zwölf Bäume sind zwischen den dominierenden Asphaltflächen gepflanzt worden. Klar, wenn die erst ausgewachsen sind, gibt das ein anderes Bild ab. Und dennoch haben die Planer bei der Landesgalerie eine große Gelegenheit verpasst. In Zeiten, in denen junge Leute für den Klimaschutz auf die Straße gehen, hätte eine ausgiebig begrünte Landesgalerie ein Meilenstein mit höchsten Popularitätswerten sein können. In Anbetracht der Vormachtstellung des Ökologiethemas in der globalen Debatte wäre einem solchen Projekt eine noch bessere Außenwirkung gewiss. Schade darum!