Glanz geht schnell verloren. Über die Entwicklung des Kremser Stadtmarketings.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:27)

Seit fast drei Monaten ist Alfred Pech Chef des Kremser Stadtmarketings. Dass der gebürtige Oberösterreicher ein Profi ist, hat er schon in dieser – für die Branche – kurzen Zeit bewiesen. Der 60-Jährige ist bestens mit den wichtigen Playern aus Politik und Wirtschaft vernetzt und zeigt die notwendige Präsenz. Sowohl bei Veranstaltungen der großen Öffentlichkeit als auch im Hintergrund beim Laden von nebenan. Das hinterlässt Eindruck. Viele Unternehmer sind Pech wohlgesinnt.

Und dennoch werden auch sie ihn früher oder später an seinen Taten messen. Denn Vorsicht: Der Glanz, den Pech dank seiner feinen Rhetorik schon am ersten Tag versprühte, ist dann ab, wenn sichtbare, gut verkaufte Erfolge ausbleiben.

Ein solcher – wenn auch ein kleiner – wäre ein eigenes Büro zu einem früheren Zeitpunkt gewesen. Nach drei Monaten noch immer mit einem Schreibtisch beim Magistrat einquartiert zu sein, ist nicht Pech-Style und wirkt schwach. „Gut Ding braucht Weile“ passt hier nicht.