Kollegialität sieht anders aus. Über den Spaßverderber Vienna City Marathon.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 23. September 2020 (05:43)

Jedes Jahr gehen rund 40.000 Menschen am Vienna City Marathon (VCM) an den Start. Da wirken die rund 7.500 Teilnehmer des Wachaumarathons im Jahr 2019 fast schon wenig. Ganz klar: Die 42,195 Kilometer in der Bundeshauptstadt sind von der Bedeutung über jene im Weltkulturerbe zu stellen.

Einfach drüberfahren sollte man über den Wachaumarathon trotzdem nicht. Genau das haben die VCM-Verantwortlichen aber getan. Nicht etwa mit der Verschiebung des Laufs an sich – er findet jetzt am 12. September, eine Woche vor dem Wachaumarathon, statt. Veranstalter Wolfgang Konrad hat durchaus gute Argumente auf seiner Seite.

Zum Beispiel, dass die Terminplanung für den VCM normalerweise schon fünf Jahre im Vorhinein passiert und der 12. September der einzig mögliche Tag ist. In der Millionenstadt Wien ist das durchaus glaubwürdig. Streckenabschnitte sind nicht immer verfügbar, Baustellen sind zu berücksichtigen, und viele andere Events drängen ebenfalls bereits in den Herbst.

Dass es aber die VCM-Crew nicht der Mühe wert gefunden hat, den Wachaumarathon-Veranstalter Michael Buchleithner vorab zu informieren, ist schlichtweg unkollegial. Gerade unter Sportlern gehört sich das nicht.