Nur ja kein Schritt zu viel. Karl Pröglhöf über das „Schüler-Drive-in“ auf dem Hohen Markt.

Von Karl Pröglhöf. Erstellt am 19. September 2017 (05:34)

Es ist ja so praktisch: Man bestellt vom Auto aus seinen Burger oder sein Schnitzel, fährt einige Meter weiter und hält das Bestellte in den Händen.

Es ist ja so bequem: Man setzt das Kind ins Auto, kutschiert es frühmorgens bis vors Schultor und holt es von dort fünf Stunden später wieder ab. Nur ja kein Schritt zu viel.

Weil diesen Gedanken aber viele haben, spielt es sich vor Unterrichtsbeginn speziell auf dem Hohen Markt arg ab: Autos stoppen in Dreier-Reihen, Türen springen auf und die Kinder heraus, oft gerade dann, wenn sich das Auto daneben wieder in Bewegung setzt.

Muss so viel Bequemlichkeit sein? Den Kindern würden ein paar Schritte an der frischen Luft ganz gut tun, bevor ihre Köpfe in den Klassen zu rauchen beginnen.

So gesehen hat die Idee eines temporären Fahrverbots in der Rush-Hour durchaus ihren Reiz. Man müsste allerdings im Nahbereich von einigen hundert Metern „Kiss & go“-Stationen schaffen, wo die Kids gefahrlos aussteigen und dann auf einem gesicherten Schulweg zu ihren Klassen kommen.