ÖBB-Service vor Ausverkauf. Martin Kalchhauser über den Trend zu Partnerschaften.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 27. November 2018 (04:33)

Mit der Überlegung, die Personenkassa (Fahrkartenschalter) am Kremser Bahnhof aufzulassen, liegt die ÖBB voll im Trend.

So wie sich die Post überall Partner sucht, will es nun auch die Bundesbahn tun. Der Kunde kauft eben in Zukunft sein Ticket beim Partner, so wie der Briefschreiber sein Kuvert zum Nahversorger trägt. Doch nicht einmal im Bereich der Post klappt alles immer so, wie man es sich vorgestellt hat.

Aber während die Abfertigung von Poststücken eine in der Regel sehr einfache Sache ist, wird am Bahnschalter – derzeit noch – mehr geboten als nur die Karte. Wer Plätze reservieren will oder Auskünfte braucht und nicht Internet-affin ist, der ist bei der Personenkassa an der richtigen Stelle.

Bei allem Verständnis für nötige Personaleinsparungen ist doch die Befürchtung, dass ein Partner nicht die volle Palette an Leistungen bieten kann, berechtigt. Eine Schließung der Personenkassa am größten Bahnhof der Region wäre ein Ausverkauf.