Stützpunkt ein Showprojekt?. Über die Zwischenbilanz des Kremser Polizeistützpunkts.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 10. September 2019 (05:03)

Zwei Monate, zwei Nützungen. Die Zwischenbilanz des Kremser Polizeistützpunktes in der Altstadt lässt die Sinnfrage aufkommen.

Bei den Geschäftsleuten und den Anrainern, jener Personengruppe, die das Wachzimmer seit Jahren lautstark gefordert hatte, wird der Unmut immer größer. Kein Wunder: Denn schon Monate bevor das „Kammerl“ in der Dachsberggasse überhaupt eröffnet wurde, haben sie den Braten gerochen, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird.

Die FPÖ wollte trotzdem Lorbeeren für ein „Wachzimmer light“ einfahren. Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) konnte einem in diesem Szenario leidtun. Weil er sich 2011 noch als Vizebürgermeister für zusätzliche Polizeikräfte im Zentrum starkmachte, musste er dieses perfide Spiel mitmachen.

In der Stadt droht dem Polizeistützpunkt über kurz oder lang der Ruf des Showprojekts. In diesem Szenario der Polizei mangelnden Willen zu unterstellen, ist schwach.