Wechselbad der Gefühle. Karl Pröglhöf über die Wiederbelebung des Baxter-Standortes.

Von Karl Pröglhöf. Erstellt am 08. August 2017 (04:07)

Vor 15 Jahren gab es die Jubelmeldung, dass der US-Pharmakonzern sich für Krems als zusätzlichen Standort zur Entwicklung und Produktion von Impfstoffen (Stichwort: Vogelgrippe) entschlossen hat. Es folgten Spatenstich und Gleichenfeier, ehe das Projekt Ende 2007/Anfang 2008 gestoppt wurde.

Seither gab es ein Wechselbad der Gefühle: Baxter macht weiter und baut aus, Baxter wartet ab, aus Baxter wird Baxalta, Shire kauft Baxalta, Shire gibt den Standort Krems auf.
Umso überraschender kommt jetzt die Jubelmeldung, dass das Gebäude innerhalb kürzester Zeit reaktiviert wird. MSD, ebenfalls ein Pharmakonzern, allerdings auf Impfstoffe für Tiere spezialisiert, hat das Gebäude gekauft und will noch im August den Betrieb aufnehmen.

Bürgermeister Reinhard Resch war mit einem engen Kreis von Mitarbeitern in den Übernahmeprozess, der letztlich innerhalb weniger Wochen unter strengster Geheimhaltung abgelaufen ist, von Anfang an involviert. Dass der Coup kurz vor der Wahl gelungen ist, fällt in die Kategorie „Glück des Tüchtigen“.