Mit Kanonen auf Spatzen. Wolfgang Wallner über Rehbergs Sieg am grünen Tisch.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 27. Oktober 2014 (09:01)
Alles war angerichtet für den SV Rehberg. Die „Vorspeise“: drei Punkte aus dem Spitzenduell mit Grafenwörth, die am grünen Tisch serviert worden waren. Doch das Schmankerl in Form eines Sieges am Rasen blieb aus. Wie man es dreht und wendet: Ein schaler Nachgeschmack bleibt. Selbst für „Sieger“ Rehberg. Grafenwörth ist ein Fehler passiert, der gegnerische Verein hat reagiert. Und doch heißt’s am Ende: Die haben „nur am grünen Tisch gewonnen“. Rehberg war im Recht.

Und doch stellt sich die Frage, ob man bei solchen geringfügigen Pflichtverletzungen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt. Klar: Bei Eigenbau-Tricksereien oder dem Einsatz eines gesperrten Kickers gilt es hart durchzugreifen. Für „Dutzend-Fehler“, wie sie Grafenwörth passiert sind, wäre allerdings eine Anpassung des Regelwerks sinnvoll. So ein Lapsus kann jedem passieren – selbst im Europacup gab‘s schon so einen Fall.

Mit einer Geldbuße wäre der Gerechtigkeit wohl auch Genüge getan. Und Klubs, die vielleicht nur „schlampig“, aber nicht böswillig agierten, könnten am Rasen Spiele und Meisterschaft entscheiden. Wenn Entscheidungen am grünen Tisch fallen, ist niemand wirklich glücklich. Selbst jene nicht, die Recht bekommen haben …
 

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