Der Sport hält nicht nur jung. Über den nimmermüden Radsportler Gerald Leutgeb.

Von Bert Bauer. Erstellt am 29. Juli 2020 (00:57)

Er ist bekannt als die „Kremser Gämse“ und wurde einmal mehr seinem Ruf gerecht. Bei seinem „Heimrennen“ auf das Kitzbühler Horn ließ Gerald Leutgeb in der Altersklasse der 59- bis 64-Jährigen die Konkurrenz hinter sich und durfte die nächste „Siegesgämse“ in Empfang nehmen. 1979 feierte der Kremser in der Juniorenklasse sein Debüt in „Kitz“. Wie oft er daran in Folge teilnahm, kann er ad hoc nicht sagen. Beim traditionellen Bergrennen ist er aber inzwischen eine „Institution“. Sein Start wurde vom Sprecher exklusiv angekündigt.

Kurzum: Leutgebs große Passion ist das Rennrad. Seine Qualitäten spielt er besonders dann aus, wenn es bergan geht. Reich werden kann man als Radamateur wahrlich nicht. Die Siegesprämie von 30 Euro ging schnell im Startgeld und einer Portion Spaghetti auf.

2009 schlich sich plötzlich der Krebs in sein Leben, ein Einschnitt, der viele Menschen mit ähnlichen Diagnosen völlig aus der Bahn werfen kann. Leutgeb kämpfte, gilt heute als geheilt und scheut sich auch nicht, dieses Thema aktiv anzusprechen. Der (Radrenn)-Sport hat ihm im Laufe seiner Heilung immens geholfen. Den Umgang mit der Krankheit, seine optimistische Lebenseinstellung gibt er gerne auch an Betroffene weiter, was einmal mehr beweist, wie positiv sich der Sport auf Gesundheit und Psyche auswirkt.