Double ist eine Blendgranate. Bert Bauer zum Streit über die UHK-Vereinsphilosophie.

Von Bert Bauer. Erstellt am 03. März 2020 (01:12)

Faschingdienstag. Eine unglückliche Cup-Niederlage gegen die Fivers. Die Stimmung in der VIP-Lounge war nach dem Spiel nicht die beste, als es zwischen Präsidiumsmitglied Werner Blum und Alex Hofmann zu einem heftigen verbalen Disput über die Ausrichtung des Klubs kam. Blum, langjähriger Förderer, informierte tags darauf den Verein über das Ende seiner Sponsortätigkeit. Ein schwerer Schlag, den der Klub mit Bedauern zur Kenntnis nahm.

Die Differenzen in Sachen Vereinsphilosophie zwischen Österreichs Top-Ford-Händler und dem erfolgreichen Steuerberater und Ex-Handballer köchelten schon länger. Blum titulierte in seinem Rücktrittsschreiben den UHK als „Sparverein“ und kritisierte dessen zögerliche Transferpolitik. Hofmann, ein unermüdlicher Arbeiter für den Klub, will die Wachauer längerfristig auf sportliche und finanziell solide Beine stellen, sieht wie viele das Double als Highlight, das nicht automatisch zum Selbstläufer wird. Den Kremsern dient dabei das Fivers-Nachwuchsmodell als Vorbild. Schon mal von Fabio Schuh gehört? Der 18-jährige Fivers-Eigenbau traf im Cup-Hit gegen Simek & Co...

Inzwischen beschreiten auch die Bregenzer den gleichen Weg. Das UHK-Double darf nicht zur Blendgranate werden, die ihm zukünftig wieder den Boden unter den Füßen wegzieht.