Frischer Anstrich auf alter Normalität. Über die Corona -Krise als Chance beim Beschreiten neuer Wege.

Von Bert Bauer. Erstellt am 03. Juni 2020 (01:11)

Die rot-weiß-rote Fußball-Bühne wurde mit dem Cupfinale vor leeren Rängen eröffnet. Und auch der Blick nach Deutschland zeigt, dass der Profikick vor allem monetär geleitet ist, Geisterspiele für die Fanszene schlichtweg ernüchternd sind. So spricht der deutsche Sportwissenschaftler Harald Lange von einer „Entmystifizierung des Fußballs“ als reinem Wirtschaftszweig.

Wir wissen gegenwärtig noch nicht, wann es bei uns im Amateurbereich wieder losgeht. Viele Sportfans, auch jene, die zuvor nur vor den TV-Schirmen Zugang zum Fußball hatten, könnte es wieder mehr auf die heimischen Sportstätten verschlagen, wo ein echtes Live-Erlebnis lockt. Eine Chance, die auch der KSC beim Schopf packen sollte, um wieder mehr Besucher ins Sepp-Doll-Areal zu locken.

Demnächst soll ja endlich ein neuer Vorstand gewählt werden. Dieser könnte dann alte Gepflogenheiten genau unter die Lupe nehmen. Ist der Freitag-Abend-Spieltermin wirklich das Optimum? Ist eine Zusammenarbeit bei den Tickets mit dem UHK auf einen „Kremser Sport-Samstag“ möglich? Oder wie wär‘s mit einer Publikumstombola, der Wahl eines „Man of der Match“ und und und ...

Die neue Klubführung hätte jetzt genug Zeit dazu, neue Wege für die alte Normalität, jedoch mit frischem Anstrich versehen, zu beschreiten.