Schleuderkurs statt klarer Linie. Über eine zweifelhafte Schiri-Besetzung und ihre Verlierer.

Von Bert Bauer. Erstellt am 04. Februar 2020 (02:20)

Die Leistung der beiden Referees beim ärgerlichen K. o. der Kremser Handballer in letzter Sekunde war Trainer Ibish Thaqi keinen Kommentar wert. Sich im Nachhinein über die Performance von Boris Bolic und Christoph Hurich aufzuregen, wäre nur Energieverschwendung gewesen, hätte am Resultat ohnehin nichts geändert.

Das Duo aus der Bundeshauptstadt hatte bis dato einen tadellosen Ruf und wurde nicht zu Unrecht als bestes heimisches Schiri-Paar der Gegenwart gehandelt.

Die sprichwörtliche „weiße Weste“ bekam aber diesmal einige Flecken ab, allein, wenn man die Statistik des Ostderbys ein wenig genauer unter die Lupe nimmt. Das Zeitstrafenverhältnis lautete 6:1 gegen Krems, die Wiener bekamen fünf Penaltys zugesprochen, der UHK keinen einzigen.

Zugegeben, Handball-Schiris haben es nicht leicht. Sie müssen binnen Augenblicken die richtige Entscheidung treffen. Bei diesem Ritt auf einer Rasierklinge ist eine einheitliche Linie gefragt, an der sich die Mannschaften orientieren können. Die fehlte diesmal offenbar.

Dass Bolic/Hurich Referees aus Wien sind, letzterer vor seiner Schiri-Tätigkeit eng mit den Margaretnern verbunden war, lässt aber wieder einmal das Fingerspitzengefühl des Besetzungsreferenten anzweifeln ...