Schon wieder ein „Einzelfall“!. Über Roman Söllner und alte FPÖ-Strategien.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:57)

Mit dem Foto des freiheitlichen Spitzenkandidaten in Hadersdorf, Roman Söllner, mit dem Nazi-Code 88 hat die FPÖ um einen „Einzelfall“ mehr.

Dass Bezirksobmann Walter Rosenkranz darin kein Problem für seinen Gemeinderat sieht und keine Konsequenzen fordert, ist traurig. Es passt aber ins Bild: Nachdem Bundesparteiobmann Norbert Hofer 2019 in einigen Fällen von seinem Durchgriffsrecht gegenüber bedenklichen Funktionären Gebrauch gemacht hat, ist bei den Blauen längst wieder der Alltag eingekehrt. Es wird wie früher abgewiegelt und kalmiert. Konsequenzen? Nein, danke!

Dass Söllner nach seiner Aktion jetzt auch noch die Opferrolle einnimmt, schlägt dem Fass aber den Boden aus. Rechte Rülpser zu entschuldigen und zu verteidigen ist eine (von der FPÖ gewohnte) Unart. Irgendwelchen anderen bösen Zeitgenossen die Schuld am eigenen Fehlverhalten anhängen zu wollen, ist jedoch ein starkes Stück, das ihn politisch und menschlich disqualifiziert.