Schweres Erbe, neue Chancen. Über den Führungswechsel in der Winzer Krems.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 06. August 2019 (02:42)

Der scheidende Geschäftsführer der Winzer Krems, Franz Ehrenleitner, hat vor 30 Jahren die Führung einer Genossenschaft übernommen, die am Boden lag. Der Weinskandal und andere schwierige Umstände hatten dem Betrieb arg zugesetzt.

Ehrenleitner hat nicht nur den eigenständigen Weg fortgesetzt, er hat die ehemalige „WG“ zum führenden Qualitätsweinproduzenten Österreichs gemacht. Jetzt gibt er die Stafette an Nachfolger Ludwig Holzer weiter. Es läuft alles bestens, und doch tritt der kein leichtes Erbe an. Auch wenn er auf vielem aufbauen kann und selbst im Exportbereich tolle Fähigkeiten bewiesen hat: Es wird schwer, das Paradeunternehmen erfolgreich weiterzuführen.

Holzer tut gut daran, Ehrenleitner als „Orientierungspfeiler“ zu nützen, wie es bei der Übergabefeier empfohlen wurde. Doch bloß in die Fußstapfen seines Vorgängers treten zu wollen, wäre kein guter Vorsatz. Eine eigene, neue Spur des Erfolgs ist gefragt! Sie eröffnet auch neue Chancen.