Aufwand wäre zu hoch gewesen. Franz Aschauer über eine vernünftige Entscheidung des Fußballverbands.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 05. März 2019 (02:11)

Der Niederösterreichische Fußballverband hat sich dagegen entschieden, die Reservemannschaften der 1. Landesliga in die 2. Klassen einzugliedern. Und das gegen den mehrheitlichen Willen der Vereine. Zwölf seien laut NÖFV-Vizepräsident Robert Ruzak für die Reform gewesen, nur vier dagegen.

Der große Vorteil, den eine Eingliederung gebracht hätte, liegt auf der Hand: kürzere Anfahrtswege. Die U23 des Kremser SC fährt zu ihrem Auswärtsauftritt nach Scheiblingkirchen am Freitag, 19. April, um 17.30 Uhr, rund eineinhalb Stunden. Bei einem Treffpunkt vor Ort eine Stunde vor Spielbeginn ist um 15 Uhr Abfahrt in der Wachau – für einige Berufstätige und selbst manche Schüler ein Ding der Unmöglichkeit. Die geographische Lage anderer Landesliga-Vereine (Waidhofen, St. Peter) zeigt sogar: Krems und Rohrendorf sind mit ihren Anfahrtszeiten eigentlich noch gut dran.

Warum entschied der Verband also dann – mit nur einer Gegenstimme – für die Beibehaltung der 1.-Landesliga-Reserven? Weil es deutlich mehr Wider-denn-für-Argumente gibt. Zusätzliche Kosten für eine zweite Kampfmannschaft, noch mehr Aufwand für Ehrenamtliche – man denke nur an das Kantinenpersonal –, höhere Belastung für den Rasen et cetera. Der Verband hat die richtige Entscheidung getroffen.