Bodenhaftung nie verloren. Über eine Lichtgestalt der heimischen Fußball-Szene.

Von Bert Bauer. Erstellt am 17. September 2019 (02:24)

Spitznamen machen nahbarer, sympathischer, menschlicher. Das gilt auch für den langjährigen KSC-Kapitän Franz „Burli“ Miesbauer, der kürzlich sein 60. Wiegenfest gefeiert hat.
Mit dem Kicken kam der Jubilar schon in jungen Jahren in Berührung. Vater Franz „Windi“ Miesbauer war Masseur beim KSC. Kein Wunder also, dass er seinen Spross stets zum Training mitnahm. Als Siebenjähriger kickte Klein-Franz bereits fleißig mit durchwegs älteren Buben und Jugendlichen, die ihm dann auch seinen Spitznamen „Burli“ verpassten.

Seine Karriere als Fußballer war einzigartig. Die Jugendklasse hat er einfach übersprungen. Bei den Junioren wurde er kurzfristig aufgrund des Ausfalls eines Abwehrspielers in die Defensive beordert. Der Aufgabe, Gegentreffer nicht zuzulassen, blieb „Burli“ bis zu seinem Karriere-Ende treu. So geradlinig er als Libero und Kapitän auftrat, so verlor er auch in Zeiten der größten Erfolge nie seine Bodenhaftung.

Im Gegensatz zur Fußballwelt von heute, wo Akteure Klubs wie ihre Unterhosen wechseln, riss Miesbauers Kontakt zu den alten Weggefährten nie ab. Einmal im Jahr dreht sich für die 88er-Cuphelden alles wieder um einen Ball, wenngleich dieser kleiner als ein Fußball ist. Das gemeinsame Tennis-Turnier will sich keiner von ihnen entgehen lassen ...