Die Langstrecke als Vorbild. Über die Auswahl der Testspielgegner.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 18. Februar 2020 (02:12)

Die Auswahl der Vorbereitungsgegner ist eine Angelegenheit für die Sportlichen Leiter. Die stimmen mit dem Trainer ab, welches Verhältnis zwischen schweren und leichten Gegnern es braucht, um gut gerüstet in die Meisterschaft zu gehen. Natürlich steckt hinter manchen Partien weniger Kalkül. Bei Transfers eines Spielers wird etwa als zusätzliche Gefälligkeit des aufnehmenden Vereins gerne auch ein Vorbereitungsspiel vereinbart, so geschehen etwa bei Langenlois und Rohrendorf bei Stürmer Michael Wildpert.

Langenlois ist mit Blick auf die Vorbereitungskalender ohnehin eines der interessantesten Beispiele. Nicht nur, weil die Kamptaler seit Jahren die Vielspieler schlechthin sind. Sie machen es sich auch richtig schwer. Neben den Moser-Boys warten bis zu Saisonbeginn nämlich noch der KSC, Herzogenburg und Haitzendorf – allesamt höherklassigere Vereine.
Viele Langstreckenläufer reichern beim Höhentraining verstärkt rote Blutkörperchen an und sind am Tag X dann leistungsfähiger als Athleten, die in der Ebene trainiert haben.

Umgelegt auf sein Betätigungsfeld hoff auch Langenlois auf diesen Effekt. Die dünne Luft gegen den KSC und Co. kann aber auch zu viel des Guten sein. Nämlich dann, wenn man wie zuletzt gegen Eggenburg eine auf den Deckel bekommt und das Selbstvertrauen leidet.